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Seit 1867 steht nun schon die Scheune auf dem Grundstück in meiner Wahlheimat Glinde (Sachsen-Anhalt). Das Wagenrad wurde dann um die Jahrhundertwende auf das Dach gesetzt und wurde bereits kurz danach von Meister Adebar bezogen. Jedes Jahr stellen sich die gleichen Fragen aufs Neue: „Wann werden sie wohl eintreffen? Wird es mit der Brut klappen? Wie viele Jungvögel sitzen wohl im Nest? Weden alle überleben, gut in ihre Winterquartiere kommen und wieder zurückkehren?“. In jeder Brutsaison wird mitgefiebert und gebangt.

So war es besonders erfreulich, als nach einer mehrjährigen Pechsträhne, in der der Horst unbesetzt blieb, Junggesellen das Nest beanspruchten oder noch zu junge Paare es pflegten, 2017 endlich wieder zwei junge Weißstörche das Licht der Welt erblickten. Die Eltern umsorgten ihre beiden Federbälle emsig und brachten sie sogar durch die stürmischsten Nächte, in denen andere Paare in Sachsen-Anhalt deutlich weniger Glück hatten.

Das Storchenjahr 2018 begann bei ungemütlicher Witterung und kalten Temperaturen am 30. März mit der Ankunft des Männchens. Nur vier Tage später, am 3. April, traf der zweite Vogel am Nest ein und beide begrüßten sich mit einem klappernden Ständchen. Nun hieß es es erst einmal Kraftreserven auftanken und Futter suchen. Dies war auch bitter nötig, denn kurz nach der Ankunft beider Partner waren auch schon andere Vögel in der Nähe und warfen ein Auge auf den Horst in bester Wohnlage. Am 15. April wurde es dann ernst für das Pärchen und sie mussten ihr Heim gegen die Angriffe der Konkurrenten vehement verteidigen. 

Es wurde mit dem Schnabel drohend geklappert, gehackt und gebissen, im Anflug nach den anderen getreten, mit den Flügeln ordentliche Hiebe ausgeteilt, gerungen und versucht die Hausbesetzer aus dem Nest zu stoßen. Tritte ins Leere endeten dabei meist mit gekonnt abgefangenen Abstürzen über die Dachkante und spektakulären Tiefflugmanövern, wie man sie nur selten zu Gesicht bekommt. Mehr als eine Stunde dauerte die erste große Bewährungsprobe und währenddessen stand der menschliche Teil der Familie auf dem Hof und fieberte mit. Dabei war es oftmals kaum möglich zu unterscheiden, wer nun die Angreifer und wer die Verteidiger sind. Aber anscheinend ging es nicht nur den Beobachtern so. Denn auch bei den Störchen wurde zuerst zugeschnappt, nur um dann festzustellen, dass es sich um den eigenen Partner handelt. Am Ende mussten die Angreifer sich geschlagen geben und die erfolgreichen Verteidiger klapperten triumphierend auf ihrem hart umkämpften Zuhause. 

Die Fronten waren nun geklärt und glücklicherweise blieb diese extreme Auseinandersetzung auch die einzige ihrer Art. Nachdem die Punkte „Rückreise nach Mitteleuropa“, „Speeddating und Partnerfinden“ sowie „Horstverteidigung“ auf der To-do-List abgehakt werden konnten, ging es zum nächsten Punkt auf der Agenda: „Familiengründung“. 

Fortsetzung folgt…

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